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Prof. Dr. Gerhard Gottschalk ist einer der profiliertesten Vertreter der deutschen Mikrobiologie. Nach der Promotion bei Professor Hans Günter Schlegel 1963 ging er in die USA, um 1966 nach Göttingen zurückzukehren. Hier wurde er 1970 auf den Lehrstuhl für Mikrobiologie berufen. Gerhard Gottschalk interessierte sich über lange Jahre insbesondere für den anaeroben Stoffwechsel der Bakterien. Sein Buch „Bacterial Metabolism“ hat die Sicht vieler Generationen junger Wissenschaftler auf die Physiologie der Bakterien und ihre vielfältigen Fähigkeiten geprägt. Mit der Entwicklung neuer technischer Möglichkeiten zur Genomsequenzierung begann sich Gerhard Gottschalk für die neue Disziplin der Genomforschung zu interessieren.
Mit visionärem Weitblick initiierte er 1997 die Gründung des Göttinger Genomlabors, des ersten deutschen universitären Zentrums für Genomsequenzierungen und war maßgeblich an der Etablierung eines deutschen Forschungsverbundes für die mikrobielle Genomforschung beteiligt. Beide Einrichtungen waren und sind außerordentlich erfolgreich und haben neben vielen wissenschaftlichen Entdeckungen auch die Zusammenarbeit der Mikrobiologen in Deutschland und darüber hinaus maßgeblich stimuliert. Ein besonderes Anliegen war für Gerhard Gottschalk immer die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prägen heute als Professoren oder in der Wirtschaft die Mikrobiologie in Deutschland und darüber hinaus mit!
Aus Anlass des 85. Geburtstages von Gerhard Gottschalk am 27. März 2020 veranstaltet das Institut für Mikrobiologie und Genetik, sein Institut, zur Würdigung seiner überragenden Verdienste um die Entwicklung der Mikrobiologie in Göttingen und in Deutschland am 27. und 28. März 2020 ein wissenschaftliches Symposium unter dem Motto

„Gerhard Gottschalk: Vom Stoffwechsel der Bakterien zu den Genomen und zurück“


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Veranstaltungsort:
 
Historischer Saal der Paulinerkirche
(Papendiek 14, 37073 Göttingen)
  
Eckdaten der Veranstaltung:
 
 
 
 

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